Ich glaube;hilf meinem Unglauben! / Markus 9,24

Cover_Jan_2020

Liebe Gemeinde,

Wir gehen auf Advent und Weihnachten zu, das sehen wir an vielen Vorboten in den Läden, Zeitschriften und Werbeprospekten. „Endlich“ sagen die Kinder! „Leider“ sagen andere, die sich nicht auf die festlichen Tage freuen können.
Den wirklichen Inhalt von Weihnachten entdecken wir allerdings nicht in den zahllosen Hochglanzbroschüren, sondern wenn wir die Bibel in die Hand nehmen! Es geht um Jesus! Es geht um den von Gott gesandten Messias, der Hoffnung den Hoffnungslosen bringt, Trost schenkt und uns die Kraft zum Leben gibt. Im Advent und Weihnachten sucht Jesus unsere offenen Herzen für sein Kommen in unser Leben!
Jedes Weihnachten ruft uns ins Gedächtnis, dass Jesus in dieser manchmal dunklen Welt ein Licht anzündete. „Das Volk, das im Dunkeln sitzt, sieht ein großes Licht“, hieß es vor 2000 Jahren in den unruhigen Zeiten vor dem Kommen Jesu. Gleiches gilt auch für diese Tage, in denen wir heute leben.
Von außen glänzen viele Häuser in den Dörfern und Städten, bunt geschmückt mit Lichterketten, mit Sternen und romantischen Fensterbildern. Dennoch gibt es hinter den Fassaden manche Dunkelheiten, Unfrieden, Sorgen und Lasten. Je mehr der äußerliche, materielle Wohlstand steigt, umso ärmer werden manchmal die Seelen. Wie ein trockener Schwamm sehnen sich viele Menschen nach Frieden, nach Hoffnung und echter Zufriedenheit auch mit unerfüllten Wünschen. All dies dürfen wir Christen von dem Mensch gewordenen Gott, dem Kind von Bethlehem Jesus Christus erwarten! Unser Glauben wirkt mitten in das Leben hinein.
Doch leider, Jesus ist für viele kein Thema und der Mensch sucht danach bei anderen Anbietern. Wenn wir unsere Bibel in die Hand nehmen, die Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium, Kapitel 2 lesen, erkennen wir wieder neu, wie sehr wir alle Gott am Herzen liegen: Jede und jeder ist ein Mensch, dem Gott sein Wohlgefallen, seine Hilfe und sein Licht anbietet – nicht nur im Advent und an Weihnachten, sondern an allen Tagen unseres Lebens!
Jesus sagt: „Siehe ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Wir brauchen unser Herz nicht nach allen Seiten aufzutun, sondern in seine Richtung, in die Richtung der einzig wahren Hoffnung: Jesus Christus. Er nimmt sich um meine Seele, meine persönliche Not und meine Sorgen an.
In diesem Sinn wünsche ich uns allen eine von Jesus Christus bewegte weihnachtliche Zeit und ein getrostes neues Jahr 2020!
Ihr Hans Stiegler, Dekan