Jesus Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28,20

Cover Feb_Apr_2020

Hände…
Es gibt viele Dinge im Leben, über die wir uns kaum Gedanken machen. Sie sind einfach da, wir leben mit ihnen! Dazu gehören z.B. unsere Hände! Was machen wir mit unseren Händen tagtäglich: Wir reiben den Schlaf aus den Augen, putzen Zähne, waschen uns, frühstücken. Wir falten sie zum Gebet und treten so vor unseren himmlischen Vater. Was machen andere Hände mit uns? Sie helfen uns zum Leben, stützen und tragen uns!
Es ist kein Zufall, dass auch in der Bibel, im Alten und im Neuen Testament, Hände eine wichtige Rolle spielen.  Alles Tun des Menschen wird als das "Werk seiner Hände" bezeichnet. Reine Hände sind Symbol für ein ehrliches Miteinander. Hände voll Blut bedeuten sündiges Handeln. Eine geschlossene Hand drückt  Verweigerung aus, die offene Hand steht für ein Geben und Schenken.
Schließlich ist  das Auflegen der Hände eine Geste des Segens, die Bewahrung und Schutz ausdrücken will.  Unsere Bibelstunden im Hospital beschließen wir mit so einem Segen.
Oft wird in der Bibel von der
Hand oder den Händen Gottes gesprochen. Es ist ein Bild seiner Kraft: Die ganze Schöpfung, Himmel, Erde und Menschen sind das "Werk seiner Hände". Sie ist ein Symbol seiner Macht, seines Wirkens in der Geschichte und in der Welt. Der Mensch und seine Zeit stehen in seinen Händen (Psalm 31), in Gottes Macht und Fürsorge. Die Hände Jesu segnen und heilen. Sie schützen und lassen seine Liebe spüren.
Gottes und unsere Hände  gehören zusammen. Wenn wir aus Gottes Händen Schutz, Trost und Segen erwarten, müssen wir auch bereit sein, Schutz und Trost anderen zu geben. Wenn wir aus dem Frieden Gottes leben, sollen wir auch unsere Hände zur Versöhnung dem anderen reichen.
So erinnern uns unsere Hände tagtäglich an Wahrheiten unseres Glaubens, die unser Leben wie ein Fundament tragen und halten!
Seien und bleiben Sie „Gott befohlen!“

 

Ihr Hans Stiegler, Dekan